Ausbildung im 2. Lehrjahr mit Spitzennoten abgebrochen.

Für verzwickte Angelegenheiten und scheinbar unlösbare Probleme.

Ausbildung im 2. Lehrjahr mit Spitzennoten abgebrochen.

Beitragvon Laubfrosch » Do 08.12.2016 11:35

Hallo Leute!

Ich hoffe das Ich hier auf offene Ohren von mitbetroffenen, oder Menschen treffe, die das gleiche durchgemacht haben.
Zu Mir: Ich bin 19 Jahre alt und weiblich. Ich habe zuerst die Grundschule besucht, danach die Mittlere Reife abgeschlossen, ging dann zur Fachoberschule Design, welche ich mit 1,7 Durschnitt beendet habe, und dann eine Ausbildung zur Mediengestalterin Digital und Print begonnen.
Diese Ausbildung habe ich jetzt mitten im 2. Lehrjahr mit einem Notendurchschnitt von 1,0 abgebrochen.
Meine Lehre begang ich in einem Betrieb der 30 Kilometer von mir entfernt war, ein eigenes Auto kann ich mir nicht leisten. (Wohne noch Zuhause). Nach einigen Monaten, bemerkte ich, das es mir psychisch zunehmend schlechter ging, ich habe mir selbst extremen Stress gemacht, nicht schulisch, sondern im Betrieb. Dies hat auch viel an der Firma gelegen, da sie einfach unstrukturiert und unordentlich war, und meiner Meinung nach kein geeigneter Ausbildungsbetrieb. Nach vielen Gesprächen mit meinem Ausbilder, und Mut machen, musste Ich psychisch nach wie vor die Hölle durchmachen. Ich konnte nach der Arbeit nicht mehr abschalten, ich hab an nichts mehr anderes gedacht. Dies hat mir auch viel Stress mit meinem Freund gebracht, der in die gleiche Berufsschulklasse wie ich geht. Nach 1 Ausbildungsjahr, habe ich dann den Betrieb gewechselt, um zu wissen, ob es dort besser wird, ob ich dort endlich Luft ziehen kann, und ich entspannt nach der Arbeit bin, abschalten kann und wieder ein normales Leben führen kann. Während meiner Ausbildung habe ich öfters nebenher gearbeitet im Getränkedienst, also Getränke verkauft, dort war ich nie so, nie angeschlagen, traurig, krank etc...
In meinem neuen Betrieb, war ich nur 5 Tage. Ich habe mehrere Nervenzusammenbrüche durchgemacht, und extremen psychischen Stress da ich niemand bin der jemals gedacht hätte, das Ich mal eine Ausbildung abbrechen werde. Nur muss ich mir selbst eingestehen, das dieser Beruf nichts für mich ist, der tägliche extreme Zeitdruck und Leistungsdruck der bei diesem Berufsbild zustande kommt, hat mich nach und nach aufgefressen. Ich bin ein Mensch der immer gern Arbeitet, keine Probleme hat mir die Finger schmutzig zu machen und auch mit Menschen umgehen kann. Und Faul bin ich schonmal garnicht. Mir wäre es nie in den Sinn gekommen, Krankenschein zu mache, und dem allem zu entkommen, oder mich in der Schule hängen zu lassen "nur" weil es mir im Betrieb und der praktische Teil nicht gefällt...
Ich bin auf viel extremes unverständniss gestoßen. Viele Leute in meinem Umfeld können nicht fassen, wie ich zu diesem Schritt gekommen bin. Meine Antwort ist immer gewesen, Schulnoten sind nicht alles. Man muss sich auch wohlfühel in dem was man tut. Viele Sagen "Das 1 1/2 Jahr hättest du dich "zusammenreißen" können", aber dies Leute wissen nicht wie man sich fühlt wenn man wirklich krank ist. Ich habe mich nun Arbeitslos gemeldet, und erstmal vor Praktika zu machen.... nun bräuchte ich bitte Hilfe, wie ich mein Bewerbungsschreiben aufsetze. Da bin ich total planlos.

Außerdem möchte ich gerne Meinungen von euch haben! Seit ehrlich und sagt mir was Ihr denkt.

Danke! :wink:
Laubfrosch
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