Problem mit Chef - muss ich mir das gefallen lassen?

Für verzwickte Angelegenheiten und scheinbar unlösbare Probleme.

Problem mit Chef - muss ich mir das gefallen lassen?

Beitragvon Cairinn » Di 05.07.2016 15:44

Ich hoffe mal, dass das hier in die richtige Kategorie passt... Und nebenbei, Verzeihung für den langen Text, aber das muss einfach mal raus.

Erst mal das Hintergrundwissen:
Ich bin derzeit im 2. Lehrjahr, mache meine Ausbildung als Industriekauffrau und sitze derzeit in der Abteilung Service als Urlaubsvertretung (vor allem fürs Telefon, da nachmittags keiner mehr da ist). Wir sind ein eher mittelständiges Unternehmen, sprich mit allem knapp 90 Mitarbeiter.

Also, ich habe folgendes Problem:
Am Freitag (01.07.) rief mich der Geschäftsführer an, ich war am Anfang nicht da, hab mich an den Schreibtisch gesetzt und dann erst gesehen, dass er anruft. Dann hat mich allerdings ein Kollege etwas Wichtiges gefragt, was ich ihm noch beantworten musste - als ich abnehmen wollte, hatte der Geschäftsführer schon aufgelegt, kurz darauf rief er wieder von einem anderen Telefon an, was ich dann sofort abgenommen habe. Der Geschäftsführer (GF) war wieder dran und wollte wissen, warum nicht ans Telefon gegangen sei - ich wollte anfangen zu erklären, dass ich nicht im Büro war, woraufhin er mich aber sofort unterbrach und sagte "Ich habe doch gesehen, dass sie sehr entspannt vor dem PC saßen und mit (XY Kollege) geplaudert haben, anlügen lasse ich mich nicht!" und hat mich in sein Büro bestellt, wo ich erst einmal Anschiss dafür kassiert habe, dass ich ihn angelogen habe und nicht ans Telefon gegangen bin. Danach gab's noch Anschiss für einen vergessenen Anhang bei einer Mail und dass ich mich einmal nicht direkt mit dem Kunden in Verbindung gesetzt habe, sondern mit dem Außendienstmitarbeiter (ist jetzt eher nebensächlich). Ich konnte die Sache nicht richtig stellen, da unser GF schnell mal seine Meinung bildet und diese nicht ändert, sodass er jetzt der festen Überzeugung ist, ich hätte ihn angelogen, ohne dass ich da noch groß was ändern kann. Ich hab dementsprechend nur meinen Fehler vor ihm eingestanden, mich ruhig und höflich bei ihm entschuldigt und gesagt, dass es nicht mehr vorkommen wird.

Gut, damit war die Sache für mich eigentlich vom Haken, wohl aber nicht für unseren GF. Der hat danach noch meine Ausbildungsbeauftragte zu sich geholt und ihr alles erzählt, hat dabei einiges verdreht und Beurteilungen der einzelnen Abteilungen über mich angefordert. Sie (meine Ausbildungsbeauftragte) hat mir heute (am Dienstag, 05.07.) erzählt, dass er wohl auch einen Eintrag in meine Personalakte gemacht hat und dass ich während des Gespräches "zu abgebrüht" war, was auch immer er damit meint. Auf jeden Fall würde ihm diese Einstellung sehr missfallen. Außerdem hat er alte Mails von mir durchstöbert, die ich an Kunden oder auch intern verschickt hat, und hat sich da an ein paar kleinen Fehlern auch aufgehangen.
Ich habe meiner Ausbildungsbeauftragten daraufhin gesagt, dass ich es nicht mehr richtig stellen konnte, weil er mir sowieso nicht geglaubt hätte (ja, unser GF ist so verfahren), und dass es definitiv nicht so war, wie er es hingestellt hat.

Jetzt will sie morgen noch einmal mit ihm darüber reden, aber ich glaube nicht, dass es etwas bringt.

Ich weiß nicht, was ich jetzt noch machen soll. Zum Betriebsrat gehen, zur IHK gehen? Ich mein, ich weiß ja, dass ich einfach nur ans Telefon hätte gehen müssen, aber da finde ich diese Reaktion etwas überzogen und lächerlich. Vor allem, da er sich ja nicht mehr die ganze Erklärung anhören will.

Muss ich mir sowas wirklich gefallen lassen?

(Danke an jeden, der sich Zeit nimmt, das zu lesen und zu kommentieren :D )
Cairinn
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Registriert: Di 05.07.2016 15:21

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