Wirklich abbrechen?

Für verzwickte Angelegenheiten und scheinbar unlösbare Probleme.

Wirklich abbrechen?

Beitragvon marienkäfer » Mi 30.03.2016 11:27

Hallo erstmal :)
ich stecke zur Zeit in einer für mich sehr verzwickten Lage und hoffe hier Rat zubekommen.

2014 habe ich nach meinem Realschulabschluss einen begehrten Ausbildungsplatz bei einer Bank in Leipzig bekommen. Die Ausbildung dauert insgesamt 2,5 Jahre. Ca. das erste ganze Jahr war ich super glücklich in meinem Betrieb, habe keine Probleme mit meinen Kollegen und verstehe mich mit allen mehr oder weniger gut.
Aber nach diesem ersten Jahr habe ich langsam angefangen zu zweifeln ob es wirklich die richtige Ausbildung für mich ist. Ein Grund dafür ist, dass uns Azubis immer wieder gesagt wurde das wir so gut wie keine Chance haben, übernommen zu werden. Besonders im Osten von Deutschland sind die Stellen rar und außerdem werden ja auch immer mehr abgebaut.
Ein weiterer entscheidender Grund für meine Zweifel ist die Berufschule. Ich habe leider sehr schlechte Noten und auch kein Spaß am lernen, was früher nicht der Fall war. Mit meinen Mitschülern verstehe ich mich auch nicht besonders, die meisten sind viel älter und aus anderen Banken. Ich hab auch das Gefühl das meine Klassenlehrerin durch meine schlechten Noten mich auf dem Kicker hat ...mit ihren Lehrmethoden komme ich nicht zurecht, die sind leider schon sehr veraltet.
Ich fühle mich einfach als würde ich den anderen Azubis, sowohl Mitschüler und Azubis in meinem Betrieb, einen rießigen Schritt hinter hinken. Die Rechnungen finde ich schwer und unverständlich, weicht die Theorie doch extrem von der Praxis ab.

Jetzt habe ich noch 8 Monate bis zu meiner Abschlussprüfung und noch 10 Monate bis zur Beendigung meiner Ausbildung, d.h. nicht mal mehr ein Jahr. Trotzdem spiele ich jetzt seit ca. 3-4 Monaten mit dem Gedanken abzubrechen bzw. den Ausbildungsberuf zu wechseln.
Innerlich bin ich hin und her gerissen, einerseits will ich keine abgebrochene Ausbildung auf meinen Lebenslauf. Andernseits bin ich richtig traurig wenn ich auf Arbeit gehe, an die Berufschule will ich gar nicht denken, da hatte ich einmal sogar einen nervlichen Zusammenbruch weil ich nicht mehr konnte.
Die Bewertungen von meinem Betrieb waren bis jetzt immer gut bis sehr gut. Mit dem Kundenkontakt kommer ich auch sehr gut klar, auch weil ich eigentlich ein sehr freundlicher Mensch bin. Nur weiß ich mit Sicherheit das ich nach dieser Ausbildung aus keinen Fall im Finanzbereich arbeiten möchte, der Druck von oben ist einfach zu sehr und ich möchte Kunden auch nicht dauernd Produkte verkaufen die sie gar nicht brauchen.

Ich bin gerade total am Ende und weiß wirklich nicht mehr weiter... Ich glaube ich war einfach zu jung mit 16 Jahren eine so anspruchsvolle Ausbildung zu beginnen.
Meine Eltern wünschen sich das sich diese 10 Monate noch durchhalte, aber ich zähle schon die Tage bis ich meinen nächsten Urlaub habe.

Vielleicht könnt ihr mir ja einen Rat geben oder jemand war auch schonmal in der Situation kurz vorm Endspurt abzubrechen?

Liebe Grüße :)
Marie
marienkäfer
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Re: Wirklich abbrechen?

Beitragvon Djokovic » Do 28.03.2019 20:14

Was immer du gemacht hasst, hoffe ich, dass du deine Entscheidung nicht bereust. Das ist das wichtigste im Leben. Einfach hinter seinen Entscheidungen stehen. Aus diesem Grund sollte jede Entscheidung gut überlegt sein!

Ich stecke auch sehr oft in Situationen, wo ich nicht weiß wie es weiter gehen soll.
Damit ich mir sicher sein kann, was denn jetzt im Moment das beste für mich ist, lasse ich mir hier die Karten legen! Bisher ist alles auch so passiert wie es die Karten gesagt haben. Meine Entscheidungen bereue ich nicht, denn bis jetzt läuft bei mir alles super, kann mich nicht beklagen!

LG
Djokovic
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