Bewerbung
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Eine Bewerbung ist ein Leistungsangebot, mit dem der Bewerber den Adressaten davon überzeugen will, dass er sich für eine bestimmte Aufgabe eignet. Am häufigsten sind an ein Unternehmen gerichtete Bewerbungen um einen Arbeitsplatz, ein Praktikum oder eine andere Stelle, sowie für Selbständige als Freier Mitarbeiter.
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[bearbeiten] Allgemeines und Vorgehen
Bewerbungen sind häufig die Antwort auf eine Stellenausschreibung oder Stellenanzeige, in der die Aufgabe und die Anforderungen an den künftigen Stelleninhaber beschrieben sind. Mit einer Initiativbewerbung hingegen macht der Bewerber den ersten Schritt, weil er eine offene Stelle vermutet oder weil er einer Stellenausschreibung und der damit zu erwartenden Konkurrenz zuvorkommen will. Eine Initiativbewerbung ist meistens zugleich eine Kurzbewerbung.
Zu einer Bewerbung gehört zum einen die Bewerbungsmappe - bestehend aus Anschreiben, Lebenslauf, Foto, Zeugnissen und eventuell Deckblatt, Praktikabescheinigungen und anderweitigen Referenzen – zum anderen das Bewerbungsgespräch. Auch ein Telefonat oder ein eignungsdiagnostischer Test bzw. ein Assessment Center, an dem du teilnehmen musst, kann dein erster Bewerbungsschritt sein.
In jedem Fall solltest du dich genauer über das Unternehmen informieren bevor du dich bewirbst. Fast jede Firma hat mittlerweile eine eigene Homepage, auf der du Wichtiges über deinen potenziellen Arbeitgeber nachlesen kannst, z.B. über die angebotenen Produkte oder Dienstleistungen. Dann kann dein erster Schritt erfolgen, z.B. die telefonische Kontaktaufnahme.
[bearbeiten] Bestandteile der Bewerbung
Eine vollständige Bewerbung besteht aus Anschreiben, Lebenslauf und Anhang. Darüber hinaus verwenden einige Bewerber eine Dritte Seite, in der sie ihre Motivation oder Qualifikation etwas ausführlicher darstellen.
Wichtig ist zu beachten, dass im Ausland oft deutlich abweichende Regeln und Gepflogenheiten in Hinblick auf die Gestaltung einer Bewerbung existieren. Ein Bewerber auf eine Stelle im Ausland sollte sich deshalb sorgfältig über die im Zielland herrschenden Bedingungen informieren.
[bearbeiten] Deckblatt
Das Deckblatt ist nicht zwingend notwendig, verschönert jedoch die Bewerbungsmappe. Der Personaler erkennt, dass man sich Gedanken über das Aussehen seiner Bewerbungsmappe gemacht hat und Sorgfalt walten lässt. Bei Bewerbungen für kreative Berufe kann man hier schon gestalterisch zeigen, was man drauf hat. Auf dem Deckblatt stehen überlicherweise die Stelle, auf die man sich bewirbt, sowie die Adresse und die Kontaktdaten. In der Mitte befindet sich das Bewerbungsfoto. Da dieses den Blick dann automatisch auf sich zieht, ist es das Aushängeschild der Bewerbungsmappe. Es sollte somit ein originales Bewerbungsfoto sein, auf dem man positiv dargestellt ist. (Siehe auch Bewerbungsfoto.)
[bearbeiten] Anschreiben
Das Anschreiben ist meist kurz und bündig gehalten und beschreibt die Qualifikation und Motivation des Bewerbers im Kontex zur beworbenen Stelle. Es soll einen ersten Eindruck vom Bewerber vermitteln und beschränkt sich meist auf den Umfang einer DIN-A4-Seite. An dem Anschreiben erkennt der Personaler neben den inhaltlichen Aussagen auch die Ausdrucksstärke, Rechtschreibung und Sorgfalt des Bewerbers.
Wenn in der Stellenanzeige eine Person als Ansprechpartner angegeben ist, sollte dieser in der Adresse im Anschreiben und auf dem Briefumschlag stehen; natürlich wird diese Person dann auch im Anschreiben direkt angesprochen: Sehr geehrte Frau XY - oder: Sehr geehrter Herr XY.
[bearbeiten] Lebenslauf
Der Lebenslauf enthält die biografischen Daten sowie die beruflichen Qualifikationen des Bewerbers. Neben den persönlichen Daten bietet er Informationen über die Ausbildung und den beruflichen Werdegang. Die Daten sollten chronologisch aufgelistet sein.
[bearbeiten] Das Foto
Das Bewerbungsfoto erzeugt den ersten, wichtigen Eindruck beim Lesen des Lebenslaufes. Du solltest ordentlich und freundlich rüberkommen, mach dir daher vorher einige Gedanken und versuche dich mit positiven Eigenschaften zu präsentieren. Die Wahl eines guten Fotografen spielt dabei meist auch eine Rolle. Das echte Bewerbungsfoto ist größer als ein normales Paßbild und du solltest entsprechend gut darauf gekleidet sein. Falls du das Bild eingescannt hast, muss der Ausdruck von guter Qualität sein (keine Querstreifen durch Nadeldrucker).
[bearbeiten] Dritte Seite
Der Begriff Dritte Seite wird sowohl als formaler Gliederungspunkt in der Reihenfolge Anschreiben, Lebenslauf, dritte Seite und Anhang wie auch als eigenständige inhaltliche Bezeichnung verwendet. Hier kannst du deine Hobbies, besondere Stärken oder Engagements aufführen, wenn nicht schon im Lebenslauf geschehen. Die dritte Seite ist nicht zwingend notwendig, zeigt aber ebenfalls wie das Deckblatt, dass man sich Gedanken über seine Bewerbungsmappe gemacht hat.
[bearbeiten] Anhang
Im Anhang stellt der Bewerber alle Urkunden zusammen, die für die Qualifikation von Bedeutung sind. Das gilt vor allem für Urkunden, die den Abschluss einer Ausbildung belegen, also vor allem das letzte Schulzeugnis oder die Urkunde, mit der die Berufsausbildung nachgewiesen werden kann. Bewerber mit Berufserfahrung legen alle (oder nur die relevanten) Arbeitszeugnisse bei. Schließlich können weitere Nachweise wie der Führerschein oder ein Sprachdiplom beigefügt sein, wenn das für die Stelle von Bedeutung ist.
Die Urkunden werden nie als Original, noch als Beglaubigung versandt. Bei einer elektronischen Bewerbung ist das ohnehin nicht möglich und bei einer schriftlichen Bewerbung schicken Bewerber einfache Fotokopien, wenn nicht ausdrücklich eine andere Form gewünscht ist.
In einer Kurzbewerbung wird der Anhang weggelassen. Hinweis: Besser vorher in der Firma anrufen und fragen, ob man sich bewerben kann und dann richtig bewerben. In einer Kurzbewerbung kann man sich auch nur kurz vorstellen - und hat somit weniger Möglichkeiten, eine positives Bild von sich selbst abzugeben.
[bearbeiten] Die Zeugnisse
Zeugnisse solltest du generell nur als Kopien beilegen. Achte auf eine gute Qualität (eventuell 100g Papier nutzen) und Sorgfalt (keine Flecken, Knicke oder Dellen). In die Mappe gehören:
- Schul- oder Ausbildungsabschlüsse
Hier gilt die Devise: Immer den höchsten Abschluss als Zeugnis beilegen. Also kein Grundschulzeugnis, sondern das Schulabschlusszeugnis zusammen mit dem aktuellsten Ausbildungs- bzw. Diplom-/Examenszeugnis. Im Falle einer Berufsausbildung ist das der entsprechende Brief bzw. das Zertifikat. Beim Studium die Urkunde und das Abschlusszeugnis mit dem Notenschnitt. Lass die Zeugnisse nur auf Wunsch der Firma beglaubigen!
- Praktikabescheinigungen bzw. -zeugnisse
Natürlich nur soweit vorhanden und für den Beruf relevant. Nicht relevante Praktika sind weniger interessant und können weggelassen werden.
- Arbeitszeugnisse
Sofern du bereits Arbeitszeugnisse besitzt, solltest du auch diese als Nachweis für deine Tätigkeiten dazulegen. Sei dir jedoch bewusst, dass auch in gut klingenden Formulierungen versteckte negative Botschaften stecken, denn Arbeitszeugnisse müssen immer wohlwollend formuliert sein. Unter http://www.bewerbung-tipps.com/zeugnisse/arbeitszeugnis.php kannst du dich über die tückischen Formulierungen informieren.
- Zusatzqualifikationen
Sofern es für die Stelle auf die du dich bewirst relevant ist, solltest du Zertifikate über Sprach- und Computerkurse, Teilnahmenachweise über Fort- und Weiterbildungskurse sowie Bescheinigungen über soziale Kompetenzen beilegen. Manche Firmen verlangen auch Referenzen oder – je nach Beruf – Arbeitsproben (z.B. im künstlerischen Bereich). Meist reichen Nachweise über Sprach- und EDV-Kenntnisse, wenn du dir aber nicht sicher bist, ob du auch Arbeitsproben oder Referenzen einreichen sollst, frag beim Unternehmen nach.
Ordne deine Unterlagen chronologisch mit dem aktuellsten Dokument ganz oben.
[bearbeiten] Formen
[bearbeiten] Schriftliche Bewerbung
Wenn eine „schriftliche Bewerbung“ verlangt wird, ist damit eine Bewerbung in Papierform gemeint, deren Bestandteile häufig in einer Bewerbungsmappe verbunden sind. Diese Form der Bewerbung ist die teuerste und aufwändigste; sie erfordert ein Nachdenken über die angemessene Papiersorte (Gewicht, Qualität), das Layout (in Deutschland meist angepasst an DIN 5008), die Druckqualität (Laserdrucker, Tintenstrahldrucker) und die Hülle (aufwändige Bewerbungsmappe oder Plastikhefter). Schließlich ist darauf zu achten, dass die Unterlagen nicht den Eindruck mehrfacher Verwendung erwecken, was insbesondere durch Gebrauchsspuren (Knick in Papier oder Hülle) leicht passieren kann und angeblich oft zur Ablehnung der Bewerbung aus formalen Gründen führt.
[bearbeiten] Die Mappe
Sämtliche Unterlagen der schriftlichen Bewerbung gehören in eine Mappe.
[bearbeiten] E-Mail-Bewerbung
Die Bewerbung per E-Mail ist eine einfache und schnelle Alternative zur schriftlichen Bewerbung.
[bearbeiten] Onlinebewerbung
Als Onlinebewerbung werden Bewerbungen bezeichnet, die über das Internet von einem Bewerber an das Unternehmen gesendet werden. Dies kann über ein Formular oder eine E-Mail geschehen.
[bearbeiten] Eigene Homepage
Bewirb dich nur mit eigener Homepage, wenn es zum Beruf passt (z.B. IT-Bereich) und du das wirklich gut kannst. Trotz Homepage sollte der Personaler die Möglichkeit haben, die Bewerbung auszudrucken (Download auf der Seite anbieten).
[bearbeiten] Siehe auch
[bearbeiten] Auswahlverfahren
Manchmal werden spezielle Auswahlverfahren, so genannte Assessment-Center, durchgeführt, um so spezifische Kenndaten von und über die Bewerber zu erhalten. Teilweise werden auch Eignungstests durchgeführt.
[bearbeiten] Bewerbungsgespräch
siehe Hauptartikel Bewerbungsgespräch
Die Organisation kann einen Bewerber nach einer Bewerbung zu einem Bewerbungsgespräch (Vorstellungsgespräch) einladen. Das ist die Regel bei der Bewerbung in einer Firma, wird aber auch immer mehr von Hochschulen gepflegt. Der Termin wird schriftlich oder fernmündlich bestätigt. Eine gute Vorbereitung ist dabei entscheidend für den letztendlichen Erfolg.

