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Berufsvorbereitenden Maßnahmen

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Wenn du den Eindruck hast, dass du vielleicht noch nicht hundertprozentig fit bist für eine Ausbildung, weil du in einigen Fächern Probleme hast oder weil du erstmal einen Einblick in einen Berufsbereich bekommen möchtest, dann kann eine berufsvorbereitende Maßnahme eventuell gut für dich geeignet sein.

Die Agentur für Arbeit bietet z.B. eine Berufsberatung, hilft dir, deine Stärken und Schwächen herauszufinden und organisiert Kurse bzw. Lehrgänge zu Fachinhalte, zum Sozialverhalten oder auch als Bewerbungstraining. Daneben kannst du im Rahmen einer Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen (BaE) in einer staatlich finanzierten Ausbildungsstätte praktische Tätigkeiten erlernen, die durch Betriebspraktika ergänzt werden.

Das Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) ist eine einjährige Ausbildung in schulischer Vollzeitform, das Grundwissen und Grundqualifikationen in verschiedenen Berufsfeldern vermittelt. Hier können Schüler ohne HS-Abschluss und Abgänger von Förderschulen auch ihren Schulabschluss nachholen.

Das Berufsgrundbildungsjahr (BGJ) ist eine schulische Form der Berufsvorbereitung. Es dauert ein Jahr und bietet dir einer breite berufliche Grundbildung sowie eine Vertiefung der allgemeinen Bildung. Hier wird dir Grundwissen vermittelt und du erhältst einen Einblick in das gewählte Berufsfeld. Das BGJ kann dir auf eine spätere Ausbildung im gleichen Berufsfeld angerechnet werden; außerdem kannst du hier auch einen Schulabschluss nachholen.

Ein relativ junges Programm ist das der Einstiegsqualifizierung Jugendlicher (EQJ). Dieses bietet Jugendlichen die Chance, durch ein bezahltes Praktikum von sechs bis maximal zwölf Monaten den Arbeitsalltag in einem bestimmten Tätigkeitsfeld und einem Betrieb kennen zu lernen und sich so auf eine Ausbildung vorzubereiten. Insbesondere jungen Menschen, die aufgrund eines schlechten oder fehlenden Schulabschlusses nur schwer eine Lehrstelle finden, wird hier die Möglichkeit gegeben, ihre praktischen Fähigkeiten und ihr handwerkliches Geschick zu zeigen. Im optimalen Fall ergibt sich daraus eine anschließende Ausbildung oder Beschäftigung. Auf jeden Fall erhalten die Jugendlichen nach erfolgreicher Beendigung der Einstiegsqualifizierung ein Zertifikat, und die Einstiegsqualifizierung kann auf die Lehrzeit angerechnet werden.