Anschreiben
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Das Anschreiben ist meist kurz und bündig gehalten und beschreibt die Qualifikation und Motivation des Bewerbers im Kontex zur beworbenen Stelle. Es soll einen ersten Eindruck vom Bewerber vermitteln und beschränkt sich meist auf den Umfang einer DIN-A4-Seite.
Bei technischen Berufen lässt sich die Qualifikation als technisches Profil übersichtlich darstellen. In diesem Profil wird beschrieben, welche Werkzeuge (z. B. Programmiersprachen) beherrscht werden und in welchen Projekten mit ihnen Erfahrungen gesammelt wurden.
Man sollte auf eine dem Betrieb/der Arbeit angepasste Sprache beim Anschreiben achten. Diese kann sehr variieren, jedoch ist es im Allgemeinen ratsam, auf Umgangssprache und "pseudo-moderne" Ausdrücke zu verzichten.
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[bearbeiten] Das Anschreiben als Teil der Bewerbung
Bei einer Bewerbung inkl. Mappe kann das Anschreiben auf der Mappe liegen, damit der Personalverantwortliche das Anschreiben unabhängig von der Mappe lesen kann.
[bearbeiten] Formalitäten und Tipps
Das Anschreiben sollte nicht länger als eine einseitig beschriebene A4-Seite sein. Achte auf angemessene Ränder (etwa 4 cm links, 3 cm rechts). Die Schriftgröße beträgt 12 Punkte, der Zeilenabstand – je nach Schriftgröße – 1,5. Als Schrifttyp eignet sich z.B. Arial. Um dich von anderen Bewerbern abzugrenzen, darfst du jedoch auch nicht so gängige Schriftarten wie Veranda, Garamond oder Century Gothik verwenden - bitte aber keine Schreibschriftarten.
Inhaltlich sollten folgende Informationen zu finden sein:
- Deine Kontaktdaten (Name, Adresse, Telefonnummer, evtl. E-Mail)
- Adresse des Empfängers (keine Leerzeile zwischen Straße und Ort, kein "z.Hd." beim Ansprechpartner)
- Ort und Datum
- Betreffzeile (Ohne „Betr.“, kann aber z.B. fett markiert sein)
- Persönliche Anrede (Ansprechpartner/in)
- Kurzes aber informatives Anschreiben
- Gruß und Unterschrift
- Anlagenvermerk
Das kurze und informative Anschreiben sollte folgende Fragen beantworten:
Um welche Stelle bewirbst du dich und warum bewirbst du dich in diesem Unternehmen? In einem ersten Absatz solltest du beschreiben, woher du erfahren hast, dass es bei dem Unternehmen eine freie Stelle gibt. (Dies kann jedoch auch in der Betreffzeile stehen: "Bewerbung auf Ihre Stellenanzeige zur Bürokauffrau im Stadtanzeiger vom 10.05.2008") Vielleicht kennst du den Betrieb bereits durch ein Praktikum, dann kannst du genau begründen, was du an diesem Unternehmen interessant findest.
Warum bist gerade du die oder der Richtige für dieses Unternehmen bzw. diese Stelle? Erkläre in einem zweiten Absatz, warum du glaubst, den Anforderungen des Berufes und des Unternehmens zu genügen und warum gerade du deinem Wunscharbeitgeber besonders nützlich bist (berufliche Qualifikation bzw. persönliche Qualitäten). Hier nennst du deine bisherigen beruflichen Erfahrungen durch Ausbildung, aus Jobs und Praktika sowie eventuell notwendige/interessante Zusatzqualifikationen (z.B. EDV- und Softwarekenntnisse). Baue geschickt Formulierungen ein, die beweisen, dass du dich gut über das Unternehmen vorinformiert hast (anhand von Prospekten/Informationen aus dem Internet). Du kannst Pluspunkte sammeln, wenn du in deinem Text genau auf die Schlüsselqualifikationen eingehst, die der Firma besonders wichtig sind, aber nur, wenn du diese auch wirklich weißt („Meine Erfahrungen in ... können sicherlich gut in Ihrem Unternehmen eingebracht werden.“). Aus den Beschreibungen sollte deine Qualifikation und dein Interesse für diese Stelle erkennbar werden („Mein Interesse für den Beruf … wurde durch ein Praktikum bei … geweckt. Hier habe ich gelernt ...“). Wichtig: Wiederhole nicht deinen Lebenslauf! Bring zusätzliche Informationen ein, die nicht direkt aus Lebenslauf oder Zeugnissen ersichtlich sind. Auf keinen Fall sollte das Anschreiben deinen Lebenslauf vorwegnehmen. Vermeide Standardfloskeln, die jeder schreibt ("Ich bin teamfähig, fleißig und motiviert.").
Was kannst du dem Arbeitgeber bieten? In einem dritten Absatz nennst du anschließend deine persönlichen Qualitäten (Stärken/soft skills). Vermeide unbedingt passive Formulierungen wie: „Ich könnte...“, „Ich würde gerne...“. Wähle aktive Formulierungen wie: „Meine Stärken sind...“, „Meine Arbeitsweise ist...“, „Profitieren Sie von meinem Organisationstalent, meiner geschickten Gesprächsführung und meinem Gespür für Kundenwünsche.“ etc.
Beende dein Anschreiben mit der Aussicht auf ein persönliches Gespräch, auf das du dich freust (aber nicht darum betteln!) und biete eventuell ein Praktikum oder einen Probetag an. Schließe dann mit freundlichen Grüßen ab und vergiss nicht deine handschriftliche Unterschrift!
Tipp 1: Verwende für alle deine Unterschriften königsblaue oder schwarze Tinte. Keine bunten Farben nutzen (außer bei kreativen Berufen, wenn es zur Gesamtgestaltung der Mappe passt).
Tipp 2: Der hier vorgestellte Ablauf entspricht einer Standardbewerbung. Der Personaler liest davon jedoch oftmals etliche und wenn alle gleich aufgebaut sind und gleich klingen, wird das Anschreiben irgendwann unwichtig bzw. wird nur noch überflogen. Wenn du mutig bist, kannst du nach der Anrede auch anders einsteigen und gleich ein Argument bringen, warum du der/die richtige für das Unternehmen bist und der Personaler unbedingt weiter lesen muss.

